Tierarztpraxis GOLD  -  natürlich gesund!
  Prakt. Tierärztin         Verhaltensmedizin        Verhaltenstherapie

Aktuelles

Hier finden Sie regelmäßig aktuelle Informationen und Hinweise. 

Unsere Tierarztpraxis besteht seit September 2005. Wir bedanken uns bei allen, die uns bisher ihr Vertrauen geschenkt haben. Auch in Zukunft steht unser Team gerne für Sie zur Verfügung, wenn es darum geht, die Gesundheit Ihrer Haustiere zu erhalten oder wiederherzustellen.

Was zum Schmunzeln :-): "Tagebuch des alltäglichen Tierarztwahnsinns"   PDF

Vorankündigung: 

wegen Fasching und Fortbildung ist unsere Praxis vom 4. bis 8. März 2019 geschlossen. Wir wünschen eine schöne Zeit und Helau! Ihr Praxisteam

ACHTUNG: seit Januar 2019 hat unsere Anmeldung nachmittags neue Öffnungszeiten:
MO bis FR 9.00 bis 12.00 Uhr (wie bisher)
MO, DI, DO 16.30 bis 18.30 Uhr
MI und FR nachmittags geschlossen.

Unerwünschte Mitbewohner

Oft heimlich und symptomlos, nicht selten aber mit Folgen, manchmal sogar tödlich: „Innenparasiten“ (Endoparasiten) bei Hund und Katze.

Weil es keine Impfung gegen Würmer gibt, müssen Hunde und Katzen regelmäßig entwurmt werden, weil sie sich immer wieder neu infizieren können: Hunde z.B. im Kontakt mit anderen Hunden oder deren "Hinterlassenschaften" (Spulwürmer, Giardien) oder bei Waldspaziergängen (Fuchsbandwurm), Katzen z.B. im direkten oder indirekten Kontakt (Erde, Sand; kann mit den Schuhen bis ins Haus getragen werden) mit anderen Katzen (Spulwürmer) oder durch das Fressen von Mäusen u.a. (Bandwürmer).

Unbedingt nötig ist die Entwurmung mindestens 1x jährlich ca. 1-2 Wochen vor der Impfung, da eine Verwurmung den Impferfolg beeinträchtigen und/oder zu unerwünschten Wirkungen nach der Impfung führen kann – schließlich ist das Immunsystem bei Parasitenbefall schon anderweitig beschäftigt und kann sich dann nicht mit voller Aufmerksamkeit um die Impfung kümmern, oder es kommt evtl. zu einer unerfreulichen Überreaktion des Immunsystems.  

Hunde und Katzen mit Freilauf sollten generell alle 3 Monate entwurmt werden (gegen alle bei uns vorkommenden Würmer), um das Risiko einer Verwurmung so gering wie möglich zu halten – bestimmte Hunde (z.B. Hofhunde, manche Jagdhunde) sowie die ganz fleißigen Jäger unter den Katzen sogar noch öfter (bis zu 1x pro Monat). Bei (flohfreien) Wohnungskatzen ohne Kontakt zu Kindern genügt eine jährliche Entwurmung gegen Spulwürmer. Katzen mit engem Kontakt zu Kleinkindern sollten vorsichtshalber immer wie Freigänger entwurmt werden! Bitte bedenken Sie: Spulwürmer sind v.a. für (Klein-)Kinder sehr gefährlich, der Fuchsbandwurm für Menschen jeden Alters!

So richtig im Kommen sind seit einiger Zeit außerdem Giardien: einzellige Parasiten, die sich im Darm ansiedeln und die in selteneren Fällen auch auf den Menschen übertragen werden können.  Bei Jungtieren (und Kindern) verursachen sie meistens Durchfall, bei etwas älteren Tieren fällt oft nur ein recht häufiger Kotabsatz auf (wobei der Kot normal aussieht oder nur leicht breiig wirkt), evtl. auch vermehrte Blähungen. Erwachsene Tiere zeigen oft gar keine Symptome. Aber auch, wenn das Tier nach außen hin gesund wirkt, können die Giardien den Darm unbemerkt schädigen und im Verlauf z.B. die Entstehung von Allergien und Unverträglichkeiten begünstigen.

Als Alternative zu jeder Entwurmung kann natürlich jeweils auch eine Sammelkotprobe (= Kot von mindestens 3 aufeinander folgenden Tagen) untersucht werden, wozu dann aber unbedingt mehrere verschiedene Testmethoden nötig sind, damit bei der Kontrolle auch wirklich kein Parasit durch die Lappen gehen kann ;-).

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KATZENELEND in Deutschland

Es passiert vor unserer Tür. Nur weil man sie nicht sieht, heißt das nicht, dass sie nicht da sind: Tausende herrenlose Katzen jeden Alters fristen in Deutschland ein jämmerliches, erbärmliches Dasein, gerade eben zwischen Leben und Tod. Futter, medizinische Versorgung, Zuwendung – es fehlt diesen Tieren an allem.  

Und dieses Elend vermehrt sich mangels Kastration viermal im Jahr.

Was die Straßenkatzenproblematik in Deutschland betrifft, herrschen ähnliche Zustände, wie man sie von den Straßenhunden in Süd- und Osteuropa kennt. Nur, dass die Straßenkatzen Deutschlands meist versteckt auf Bauernhöfen, in Kellern, Hinterhöfen oder Fabrikkasernen leben. Noch.

Bei der hohen Populationsdichte und der immensen Vermehrungsrate können die Tierschutzvereine das Problem auf Dauer unmöglich allein lösen. Für jede Katze, die die Tierschützer mit geringen finanziellen Mittel kastrieren, kommen jährlich mehrere Dutzend neue Katzenbabys nach. Die Politik gibt diesen freilebenden Katzen den Stempel "herrenlos", und schon ist sie nicht mehr für die Versorgung der Tiere verantwortlich.

Eine Lösung wäre wie z.B. in Paderborn eine Katzenschutzverordnung mit einer KastrationsPFLICHT. Noch können sich die Verantwortlichen auf Kommunal- und Landesebene zu dem Thema "Katzenkastration" leider nicht durchringen. Nicht nur für TASSO ist aber ganz klar: Kastration von Straßenkatzen (und auch von freilaufenden Familienkatzen!) ist Tierschutz. Und der muss gelebt werden.

(Quelle / Zitat: TASSO-Newsletter vom 26.01.11, TASSO e.V.)

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AUS AKTUELLEM ANLASS:

Es erreichten mich einige Anfragen, ob ich als externe Sachverständige bei den Hundetrainerprüfungen nach §11 (1) 8f die "Rudelstellungen" mit einbeziehe, da ich mich mit diesem Thema beschäftige. In der Prüfung wird der MOMENTANE Stand der Wissenschaft abgefragt. Da Rudelstellungen zur Zeit nicht dazu gehören, sind sie auch kein Teil der Prüfung.

Dr. Anja Gold